Sonntag, 10. August 2008

Abenteuer Internet

Natürlich wollte ich noch am ersten Tag das Internet zum Laufen bekommen, damit ich per Skype über meine Ankunft berichten konnte. Ein Telefonat über mein Handy mit deutscher SIM wäre leider viel zu teuer gewesen...

Mein Vermieter hatte bereits eine Software und eine Bedienungsanleitung auf meinen Schleppi geladen. Sah einfach aus, sollte es dann aber doch nicht sein. Stunden verbrachte ich damit, die Einstellungen immer wieder durchzuführen, aber nein... Kein Internetzugang, ich war am Verzweifeln :(

Ich fragte einen meiner Mitbewohner, aber auch der hatte keine Ahnung, woran es liegen könnte. Der Helpdesk war auch schon lange nicht mehr erreichbar. Ok, dann muss es erstmal ein Internetcafé tun... Aber wo ist eins? Der besagte Mitbewohner schickte mich in zwei Straßen, wo evtl. was sein könnte. Also schwang ich mich auf das Fahrrad, das mir mein Vermieter da gelassen hatte und radelte los. Doch selbst das Radfahren entpuppte sich als kleines Abenteuer...

Jedenfalls fand ich schlussendlich kein Internetcafé und auch keinen HotSpot. Enttäuscht und innerlich fluchend auf diese verdammte Stadt trat ich den Heimweg an. Ich entdeckte ein Hostel und erkundigte mich dort - die dortigen zwei Rechner waren bereits belegt, aber die junge Empfangsdame empfahl mir ein Café in der Innenstadt, allerdings zu weit um nun noch mal hinzufahren. Na denn, gibt es eben kein Lebenszeichen... Zunächst mussten also SMS herhalten...

Am nächsten Tag dann rief ich schon früh den Helpdesk an, aber immer zeigte mein Handy ein Stopp-Schild und den Text "Netz derzeit besetzt". Komisch... Keine Warteschleife? Vielleicht sollte es doch daran liegen, dass ich eine deutsche SIM-Karte habe und ich versuche, eine niederländische Servicenummer anzurufen?

Also machte ich mich auf die Suche nach einem niederländischen Telefon. Meine Mitbewohner waren ausgeflogen, also suchte ich nach einer Telefonzelle. Ja, es gibt viele Münztelefone in Rotterdam - sollte man jedenfalls meinen, wenn man die vielen grünen Telefonhäuschen sieht. Nur leider war in vielen gar kein Apparat mehr vorhanden oder er war kaputt.

Gleichzeitig suchte ich auch nach dem Internetcafé, das mir im Hostel empfohlen wurde. Aber nein, auch das war unauffindbar! Eine Dame im Touristenbüro konnte mir dann weiterhelfen und kringelte den Standort in einem Stadtplan ein. Also hin, aber da war ein Copyshop! Trotzdem ging ich rein und erblickte tatsächlich fünf PCs, drei davon mit einem Schild "Internet". 4,80 pro Stunde!!! Boah, aber egal... Ich musste meinem Vermieter und meiner Praktikumsfirma dringend mailen! 1 Euro behielt ich noch auf der Karte, dann wieder raus in Gewitter und strömenden Regen...

Mir blieb noch eine halbe Stunde für den Anruf beim Helpdesk... Ich hatte mich bereits damit abgefunden, auch heute nicht online sein zu können :-| Meine Füße waren platt gelaufen und nun war ich in einem Park gelandet, wo weit und breit keine Telefonzelle zu sehen war. Aber ein Restaurant! Dort fragte ich nach einem Telefon, manchmal gibt es dort ja auch Münzapparate. Nein, hier nicht, aber man bot mir das Restaurant-Telefon an! Super, ich war heilfroh :)

Tja, leider brachte aber auch das nichts, denn die Sprachabfrage am Anfang konnte man mit dem Telefon leider nicht bedienen. Tatsächlich holte die freundliche Bedienung nun ihr privates Handy und *tadaaaa* jetzt konnte ich die Sprache auswählen und mit einem netten Herrn sprechen! "Sind Sie denn zuhause? Ist Ihr Rechner an?" Waaaaah, nein!!!

Und doch sollte es ein Happy End geben! :P Netterweise gab mir der Mann nun eine normale Festnetznummer, ich hechtete zurück in mein Zimmer, schmiss den Laptop an und hatte wieder den Mann am Hörer. Am Ende stellte sich heraus, dass mein Vermieter mir einen falschen Benutzernamen aufgeschrieben hatte... :-/ Tja, seitdem bin ich online :D

2 Kommentare:

boaahhhhh...nervvv...son Spasti...da hast du einen wahnsinns Aufwand, nur weil der sich vertippt hat?
Naja, ein gutes hat es, so lernt man auch Land und Leute kennen!
:o)

ja, aber eine andere art und weise des kennenlernens wäre mir doch lieber gewesen ;)